Eine geheimnisvolle Mordserie wird ab dem 17. Januar im Burgbachkeller Zug ermittelt, denn irgendjemand will die illustre Erbengemeinschaft des Lord Lebanon brutal aus dem Weg räumen. Unter der Regie von Katharina Schneebeli erwecken die Zuger Spiillüüt die klassische Kriminalkomödie «das indische Tuch» von Edgar Wallace zum Leben und lassen das Publikum in ein Schloss während den 1960er-Jahren eintauchen.
Lord Lebanon ist tot und nun soll seine zerstrittene Familie sechs Tage und Nächte im Schloss Marks Priory verbringen, bevor das Testament verlesen werden darf – so beginnt das Theaterstück «das indische Tuch», das vom 17. Januar bis 15. Februar im Zuger Burgbachkeller zu sehen sein wird. Die Zuger Spiillüüt präsentieren den Krimi von Edgar Wallace unter der Regie von Katharina Schneebeli und entführen das Publikum in eine gehobene Gesellschaft der 1960er-Jahre.
Nachdem sich die Verwandten dem vorletzten Willen des wohlhabenden Verstorbenen gefügt und sich im Schloss versammelt haben, schneidet sie ein gewaltiges Unwetter von der Aussenwelt ab. Kurz darauf wird die erste Erbin mit einem indischen Tuch erdrosselt und die Jagd nach dem Mörder beginnt. Dabei werden dunkle Geheimnisse der Familie gelüftet und gleichzeitig Bünde geknüpft, während immer weniger Verwandte am Leben bleiben. Inmitten dieser furchterregenden Situation steckt die Rechtsanwältin Tanner, die verzweifelt versucht, Licht ins Dunkel zu bringen. Während alle spekulieren, wer der Mörder oder die Mörderin sein könnte, steigt die Angst, selbst bald den letzten Atemzug zu nehmen.
Furchtbar-komisch mit nostalgischer Note
Die zwölf Schauspielenden der Zuger Spiillüüt proben bereits seit September fleissig unter der Leitung der Regisseurin Katharina Schneebeli. Ein wichtiger Teil der Proben ist der Spannungsaufbau, der in jedem guten Krimi das Publikum in den Bann zieht. Beim vorliegenden Stück ist aber auch das berühmte Augenzwinkern nicht wegzudenken, welches für die Werke von Edgar Wallace charakteristisch ist. Der Brite ist einer der erfolgreichsten englischsprachigen Schriftsteller und gilt als der Erfinder des modernen Thrillers. Bei der vorliegenden Inszenierung orientierte sich Schneebeli vor allem an der Theaterfassung von Bernd Spehling und dem 1963 produzierten Schwarz-Weiss-Klassiker von Alfred Vohrer.

Sobald der Vorhang aufgeht, wird schnell klar, dass sich diese Erbengemeinschaft wirklich nichts gönnen mag. Bild: zVg
Das nostalgische Bühnenbild für das Schloss Marks Priory hat René Ander-Huber entworfen und für das Flair der 1960er-Jahre sorgen Agatha Imfeld mit ihren Kostümen und Elena Sigrist in der Maske. Für die dramatische musikalische Untermalung zeichnet sich Christov Rolla verantwortlich, damit Melodien wie das Klavierspiel des Lord Eduard Lebanon perfekt stimmen und Salome Schneebeli ist als Choreografin dafür verantwortlich, die Szenen der Erdrosselung realitätsnah und mit viel Spannung darzustellen. Als Regieassistentin unterstützt Monique Schellekens die Proben und neu als Teil des Ensembles stehen Maura Fehr und Sandro Detig auf der Bühne. Das Ergebnis ist ein Stück mit einer schaurig-schrecklichen Spannung, humorvollem Rätselspass und nostalgischem Charme.
Die Premiere wird am Freitag, 17. Januar, um 20 Uhr stattfinden, danach folgen neun Vorstellungen im selben Monat sowie zehn im Februar. Die Vorführungen beginnen jeweils um 20 Uhr; sonntags jeweils bereits um 17 Uhr. Der Vorverkauf erfolgt auf der Webseite der Zuger Spiillüüt, eine Karte kostet im Normalpreis 38 Franken, während Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren sowie Studenten mit einer gültigen Legi ein Ticket für 24 Franken holen können.