Dreimal pro Jahr werden durch den Chamer Verein AVIS im Kanton Zug Blutspendeaktionen durchgeführt. Ende März wird beim Spenden für sie ein Meilenstein erreicht werden.
«Blut spenden: eine Wahl für andere, eine Wahl für sich selbst». Mit diesem Slogan lädt die Associazione Volontari Italiani del Sangue (AVIS) – zu Deutsch: Italienische Vereinigung der Blutfreiwilligen – ZugerInnen dazu ein, sich bei ihren periodisch durchgeführten Veranstaltungen zu beteiligen. An diesen dürfen sich die angehenden Lebensretter nicht nur das Blut abzapfen lassen; im Anschluss können sie sich auf ein gratis Teller Spaghetti sowie eine Flasche Wein freuen.

Zuger Nationalrätin Manuela Weichelt wird an der Blutspendeaktion eine Rede halten und Preise austeilen. Bild: Facebook Manuela Weichelt
Die kommende Aktion ist für die AVIS besonders wichtig, denn an diesem Tag wird ein Meilenstein erreicht werden: die 3000. Spende. Gefeiert wird dieses Ereignis mit einem Preis für die Spenden Nummer 2999, 3000 und 3001. Ebenfalls besonders: Manuela Weichelt, Zuger Nationalrätin und ebenfalls eine überzeugte Blutspenderin, wird das erste Mal für den Verein an der Veranstaltung eine Rede halten und persönlich die Preise aushändigen. Stattfinden wird das Ganze am Freitag, 31. März, von 18 bis 20:30 Uhr.
Blut für die Welt
Ihren Anfang fand die AVIS im Jahre 1972, damals noch ohne festen Standort. Zehn Jahre später, 1982, durfte der Verein sich dann endlich in einem Chamer Lokal niederlassen. Spendiert wurde dieses vom damaligen Chamer Bürger- und Gemeindepräsidenten Heinrich Baumgartner, der sich ebenfalls als aktiver und treuer Blutspender beteiligte. Seither befindet sich der Sitz des Vereins in der Chamer Gewerbestrasse. Die Blutspendeaktionen hingegen werden allerdings jeweils entweder im Pfarreisaal St. Johannes oder in der Ägerihalle durchgeführt, da es dafür im Lokal zu eng wurde.
Wer sich ohne Vorwissen beteiligen möchte, wird sich davor einige Fragen stellen. Allen voran: Warum sollte man überhaupt spenden? Für die AVIS ist klar: Blutspenden ist überlebenswichtig. Denn menschliches Blut ist ein Naturprodukt und auch mit heutigen medizinischen Methoden nicht reproduzierbar. Genau deswegen ist es für Mediziner wichtig, darauf zurückgreifen zu können, sollten ihre Patientinnen es benötigen. Wer Blut spendet, darf sich also mit gutem Gewissen daran erinnern, dass dadurch Leben gerettet werden.
Keine Angst vor der Durchführung
Die Selbstlosigkeit und der Nutzen sind demnach unbestreitbar. Wie sieht es aber gesundheitlich aus? Bei wem Zweifel bestehen, dass das Abzapfen des Blutes zu gesundheitlichen Problemen führen könnte, besteht kein Grund zur Sorge; tatsächlich ist eine Spende sogar gesund. Einerseits wirkt sie sich positiv auf den Blutdruck aus, andererseits führt das regelmässiges Durchführen der Prozedur sogar zu einer reduzierten Wahrscheinlichkeit für Herzinfarkte. Für gesunde Erwachsene ist das Vorhaben also mit keinem Risiko verbunden. Einzig zu beachten gilt, dass zwischen Vollblutspenden mindestens 90 Tage vergehen müssen. Dabei dürfen Männer vier und Frauen drei Spenden jährlich durchführen.

An einer Blutspendeaktion der AVIS durfte dieser Mann sich später auf einen Teller Spaghetti freuen. Bild: Facebook AVIS Zug
Auch bei der Prozedur in der AVIS muss sich nicht gesorgt werden. Wer sich dieser Verantwortung hingibt, wird durch den Prozess von einem Team aus Fachkräften des Roten Kreuzes begleitet. Bevor man sich überhaupt anzapfen lassen darf, wird durch einen Fragebogen und anschliessenden Gesundheitscheck sichergestellt, dass man sich überhaupt das Blut nehmen lassen darf. Sollte dies gewährleistet sein, werden einem in der Regel 450 Milliliter abgenommen – etwa zehn Prozent des Gesamtvolumens.
Angehende ErstspenderInnen sollten bei der AVIS rund eine Stunde für alle Schritte des Vorgehens einplanen. Wer sich vor der Reise sicher sein möchte, dass sie nicht umsonst sein wird, kann dies anhand einiger Kriterien feststellen. Der ideale Erstspender sollte einigermassen gesund sein – eine kleine Erkältung ist in Ordnung, aber nichts Grösseres. Das gilt auch für Medikamente; die sind in Ordnung, solange sie nicht mit einer schwerwiegenden Erkrankung verbunden sind. Ebenfalls sollte in den letzten drei Monaten keine langen Reisen unternommen worden sein. Ferien in China oder Südafrika könnten immerhin Bakterien oder seltene Krankheitserreger mit sich bringen. Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, kann mit gutem Gewissen gespendet werden.
Eine Wahl für andere, eine Wahl für sich selbst
Für AVIS-Vereinspräsident Salvatore Lo Presti kann es nie genug Blutspender geben: «Wir wünschen uns so viel Spender wie noch nie. In den nächsten Jahren soll die Spenderzahl ins Unermessliche steigen. Das ist eine wichtige Sache.»

An der durch die AVIS organisierten Blutspendeaktion am 31. März darf man sich auf einen Teller Spaghetti freuen. Bild: Facebook AVIS Zug
Wer also am Freitag, 31. März, von 18 bis 20:30 Uhr die AVIS zu ihrem Meilenstein der 3000. Spende begleiten möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Veranstaltungsort ist der Pfarreisaal St. Johannes, den man in Zug an der St. Johannesstrasse 9 findet. Freuen darf man sich auf selbstlose Taten, eine Rede der Zuger Nationalrätin Manuela Weichelt sowie ein kostenloses Teller Spaghetti und eine Flasche Wein.