Die Theatergruppe Zuger Spiillüüt bringen im Januar und Februar ihr neues Stück «Wo isch d’Adele» auf die Bühne. Im Stück gerät eine Dorfgemeinschaft nach dem Verschwinden eines Teenagers in Schieflage. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet eine bissige Komödie.
Ruedi Bertolds sechzehnjährige Tochter Adele ist nicht nach Hause gekommen. Was ist passiert? Wo ist sie? Ist sie entführt worden oder einfach abgehauen? Alles ist möglich und die Gerüchteküche beginnt zu brodeln. Schon durchkämmt ein Suchtrupp die Wälder, ein unbeholfener Kommissar startet seine Ermittlungen und Adeles Grossmutter kreuzt auf. Metzger und Metzgerin, die Lehrerin, ein verträumter Gärtner sowie weitere tatendurstige DorfbewohnerInnen nehmen sich des Falles an. Jeder beobachtet jeden, jede hat ihre eigene Theorie, und alle sind kurz davor, durchzudrehen. So viel zur Ausgangslage von «Wo isch d’Adele», dem neuen Stück der Zuger Spiillüüt, das am Freitag, 13. Januar, um 19.30 Uhr im Theater Burgbachkeller Zug seine Premiere feiert.
Eigenheiten, Schwächen und Wünsche werden zur Schau gestellt
Das diesjährige Theaterstück stellt die Fähigkeit, sich selbst in Frage zu stellen, zur Debatte. Auf eine bissige Art und Weise und mit subtilem Humor wird der Gesellschaft ein Spiegel vorgehalten. So werden die Schwächen eines jeden, seine Eigenheiten und Wünsche skrupellos zur Schau gestellt. «In der Krise kehrt sich das Innen nach Aussen, die Beziehungen zwischen den Menschen werden auf die Probe gestellt, ungeahnte Energien freigesetzt und die Gemeinschaft droht zu zerbrechen», wie es die Spiillüüt beschreiben. Das Stück wirke wie eine skurrile Komödie und sei spannend wie ein Krimi. Themen wie jugendlicher Freiheitsdrang, Ehe und Familie, Erziehung, die Frage nach dem sozialen Zusammenhalt und die Wichtigkeit der persönlichen Beziehungen werden dabei beleuchtet.

Die Heckenschere! Bild: zVg
Nachdem die Zuger Spiillüüt bereits 2019 für das Stück «De schwarzi Schuemacher» mit dem Regisseur Yves Raeber zusammenarbeiteten, hat der Zürcher in diesem Jahr wiederum die Leitung inne. Raeber übersetzte die Originalversion des französischen Stücks «Le ravissement d’Adèle» von Rémi de Vos ins Schweizerdeutsche.
Altbekannte und neue Gesichter auf der Bühne
Auf der Bühne stehen in diesem Jahr nebst altbekannten Schauspielerinnen und Schauspielern auch neue Gesichter, die teils über die vereinsinterne Ausbildungsstätte «Zuspi Academy» – einem modulartigen Schauspielworkshop – zum Ensemble gestossen sind. Im Hintergrund sind wie gewohnt Profis am Werk: Für die authentische Wirkung der Figuren sorgen die Kostüme von Agatha Imfeld. Die Maskenbildnerin Elena Sigrist widmet sich zum zweiten Mal den Frisuren und dem Makeup.
Für das Bühnenbild verantwortlich ist in diesem Jahr wieder der bekannte Schauspieler und Bühnenbildner René Ander-Huber und das Zuger-Spiillüüt-Mitglied Guido Weber unterstreicht das Schauspiel mit seiner musikalischen Komposition. Die Zuschauerinnen und Zuschauer können sich auf eingängige Melodien und einen hoffentlich unvergesslichen Theaterabend freuen.
Die weitere Spieldaten nach der Premiere am 13. Januar sind folgende: 14. / 15. / 19. / 20. / 21. / 22. / 25. / 26. / 27. / 28. und 29. Januar sowie 1. / 2. / 3. / 5. / 8. / 9. / 10. / 11. Februar. Die Abendvorstellungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr, sonntags geht es um 17 Uhr im Theater Burgbachkeller Zug los.
Tickets können im Vorverkauf sowohl online als auch via Mail an karten@theatercasino.ch oder telefonisch (041 729 05 05) erworben werden. Die Preise bewegen sich zwischen 24 (Kinder / Jugendliche bis 16 / Studenten (Legi)) und 35 Franken (Erwachsene).